Grundsätze

Das burschenschaftliche Selbstverständnis unserer Studentenverbindung spiegelt sich in unserem Wahlspruch Ehre – Freiheit – Vaterland wider, der trotz seines stattlichen Alters von 200 Jahren gerade heute wieder besonders aktuell ist:

Ehre
Die Burschenschaft Frankonia erwartet von ihren Mitgliedern die Achtung der Ehre eines jeden anderen und die Wahrung der eigenen Ehre. Damit wird neben der Aufrichtigkeit des eigenen Charakters auch der Aspekt der Menschenwürde betont. Einem burschenschaftlich orientierten Lebensentwurf ist Treue sich und anderen gegenüber ebensowenig fremd wie couragiertes Eintreten für eigene Überzeugungen.

Freiheit
Freiheit entbindet nicht von der gesellschaftlichen Verantwortung. Auch in der heutigen Zeit ist sie nicht selbstverständlich. Besonders die Meinungsfreiheit im öffentlichen Raum und die akademische Freiheit als unabdingbare Voraussetzung für eine wirklich pluralistische Gesellschaft brauchen unseren aktiven Einsatz – auch jenseits von Zeitgeist und politischer Korrektheit. Was Voltaire mit den Worten „Ich missbillige Ihre Meinung, aber ich werde dafür kämpfen, dass Sie sie aussprechen können“ auf den Punkt bringt, ist auch für uns Verpflichtung.

Vaterland
Die Erlanger Burschenschaft Frankonia steht zu Deutschland als der unvergänglichen Heimat unseres Volkes. Ebenso setzen wir uns für ein Europa gleichberechtigter Völker und Vaterländer in selbstbestimmter Freiheit ein. Andere Völker und deren Traditionen achten wir genauso wie unsere deutsche Nation. Die zunehmende ideologisch motivierte Ablehnung und Nivellierung natürlich gewachsener Identitäten und Kulturen wird von unserer Gemeinschaft kritisch beurteilt.

Die Burschenschaft Frankonia zu Erlangen beruft sich seit 1884 auf die Ideale der Urburschenschaft – Ehre, Freiheit, Vaterland – und vertritt die darauf beruhenden Grundsätze von Freiheit und Demokratie in Deutschland.
So insbesondere: Ausschluss jeglicher Gewalt und Willkürherrschaft, rechtsstaatliche Herrschaftsordnung auf der Grundlage der Selbstbestimmung des Volkes , Freiheit und Gleichheit, Achtung der Menschenrechte, vor allem das Recht der Persönlichkeit auf freie Entfaltung, die Volkssouveränität, die Gewaltenteilung, Verantwortlichkeit der Regierung, Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, die Unabhängigkeit der Gerichte, das Mehrparteienprinzip und die Chancengleichheit für alle politischen Parteien mit dem Recht auf verfassungsmäßige Bildung und Ausübung einer Opposition.